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Insel Ummanz

Vor der Westküste der Insel Rügen liegt in dem von der langgezogenen, vorgelagerten Insel Hiddensee gebildeten Boddengewässer die Insel Ummanz. Sie gehört zum Nationalpark Vorpommernsche Boddenlandschaft und ist mit einer Größe von 20 Quadratkilometer immerhin Mecklenburg-Vorpommerns viertgrößte Insel, die sich nur etwa drei Meter über die Wasseroberfläche erhebt. Ummanz gehörte mehrere Jahrhunderte zur Stadt Stralsund, war bis zum Jahr 1901 nur per Fähre erreichbar und erhielt erst im Jahr 1953 elektrisches Licht.

Heute ist die Insel Ummanz vom auf Rügen liegenden Mursewieck aus über eine Betonbrücke erreichbar, die die ehemalige hölzerne Klappbrücke ersetzt. Das flache Land ist von Weiden, Wiesen und Äckern geprägt, seine Boddenküste ist durch Deiche geschützt, vor denen sich an vielen Stellen breite Schilfgürtel befinden. Lediglich der Strand bei Suhrendorf, in dessen Nähe sich ein Campingplatz befindet, lädt mit seinem flachen Wasser zum Baden und Surfen ein. Durch das flache und Wllenlose Wasser des Boddens hat sich Suhrendorf zu einem beliebten Surfrevier entwickelt. Die kleinen Ortschaften auf Ummanz bilden mit einigen an der Westküste Rügens liegenden Orten die Gemeinde Ummanz. Größter Ort ist das, hinter der auf die Insel führenden Brücke liegende Waase. Dessen unscheinbare Dorfkirche beherbergt einen kostbaren, aus dem Jahr 1520 stammenden Schnitzaltar. Erwähnenswert ist weiterhin Freesenort, das über einige unter Denkmalschutz stehende Bauern- und Fischerhäuser sowie über ein selten vorkommendes reetgedecktes Hallenhaus verfügt.

Zu Fuß oder besser noch per Rad ist der über zwölf Kilometer führende Inselrundkurs zu bewältigen, wobei Reiher oder Wildgänse ebenso zu beobachten sind wie zu bestimmten Jahreszeiten tausende der hier rastenden Kraniche. Weitere Freizeitaktivitäten bieten Reiterhöfe, Boots- und Kanuverleih, Surfen und Kitesurfen und das Angeln in dem die Insel Ummanz umgebenden Boddengewässer.